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Akkordeon-Orchester der Kreismusikschule begeisterte das Publikum


© Katharina Nau

© Katharina Nau

30 Akkordeonisten der Kreismusikschule unter der Leitung von Evelyn Borchard trafen sich in Hirschaid zu einem Konzert unter dem Motto „30 Jahre Akkordeon-Orchester – Akkordeonmusik mit und ohne Falten“. Sie musizierten in verschiedenen Ensemble-Besetzungen und präsentierten den zahlreichen Zuhörern die Ergebnisse ihrer Probenarbeit. Das musikgeschichtlich noch junge Akkordeon zeigte sich in diesem Konzert wenn mit Falten, dann nur am Balg der Instrumente. Die Musik klang frisch und jung, auch Stücke, die selber schon 30 Jahre alt sind.

Als Auftakt spielte das Akkordeon-Junioren-Ensemble der Kreismusikschule (Jano Dörfler,  Nele Teubner, Karl Gebert, Garcia Braun, Antonio Grad, Marie Wittmann, Roman Kappauf, Laura Bohlländer, Lena Schumann, Benjamin Keis, Mareike Schlaug, Ida Dütsch, Xaver Seeber). Die jungen Akkordeonisten, die teilweise erst seit September Unterricht haben, zeigten hörbar Freude am gemeinsamen Musizieren. Sie eröffneten das Konzert mit zwei Indianer-Stücken. Das Reiselied stimmte auf den Programmschwerpunkt Europa ein. Nach dem slowenischen Tanz Marko skace durften die Zuhörer beim Siebensprung aus Dänemark als Überraschung unter Anleitung der „Cheerleader“ Maria Spörlein und Thomas Sedlmeir einige lustige Tanzbewegungen mitmachen.

Den Hauptteil des Programms gestaltete das Akkordeon-Orchester der Kreismusikschule mit Thomas Sedlmeir, Maria Spörlein, Ida Potzel, Linnea Höhn, Constantin Meinhart, Tim Gabriel, Katharina Nau, Jakob Sedlmeir, Benedikt Ochs, Paul Schuh, Erick Gaibel, Marko Lunz, Daniel Eckert, Jonas Hein und Valentin Goller. Die Jugendlichen und Erwachsenen zwischen 11 und 25 Jahren wurden effektvoll unterstützt durch die Schlagzeuger Konrad Czech und Justus Söllner, beide Schüler des Schlagzeuglehrers Jochen Mennig. Auf dem Programm stand ein Originalwerk für Akkordeon-Orchester des Hersbrucker Komponisten Adolf Götz „Time for School“, das mit einem Augenzwinkern interpretiert wurde. Satzüberschriften wie „It is funny to do nothing“ und „We want to tease the teachers“ zeigten musikalischen Humor. Die zahlreichen Taktwechsel dieses anspruchsvollen Stücks meisterten die Spieler in rasantem Tempo. Im Schlagwerk kamen u.a. Hupe, Pfeife, Peitsche, Ratsche, zerplatzende Luftballons und viele andere Sondereffekte zum Einsatz.

Das Thema Europa wurde mit drei Kinderliedern in einer Bearbeitung von Lajos Papp und Evelyn Borchard wieder aufgegriffen und führte nach Polen, Estland und Ukraine.

Eine kleine Auswahl des Orchesters unternahm mit der berühmten Air aus der Orchestersuite D-Dur von Johann Sebastian Bach einen Abstecher in die Barockmusik und zeigte, wie lyrisch das Akkordeon durch ausgeformte lange Töne und ineinander verschlungene Stimmen klingen kann.

Die beiden Solisten des Abends interpretierten ebenfalls jeweils berühmte Stücke: Jonas Hein mit einem ausdrucksstarken Hallelujah von Leonard Cohen und Ida Potzel mit einem schwungvollen Valse d‘Amélie von Yann Tiersen aus dem Film „Die Fabelhafte Welt der Amélie“.

Eine besondere Überraschung hatte die Leiterin Evelyn Borchard am Schluss des Konzerts parat, als sie ihren kleinen und großen Schülern ihre allererste Akkordeonlehrerin Hannelore März vorstellte. Sie war zwar kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich aus Herzogenaurach angereist, aber Frau Borchard hatte eine kleine Ausstellung mit Zeitungsartikeln aus ihrer eigenen Kindheit und Jugendzeit zusammengestellt, in denen über verschiedenste Konzerte berichtet wurde, in denen nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Lehrerin erwähnt wird. Mit großem Interesse studierten die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Eltern die Texte und Fotos.

Bevor das Konzert mit drei abwechslungsreichen Stücken, einem Foxtrott, einem Walzer, und dem Skiffle Pink Fanta zu Ende ging, stieß Frau Borchard mit ihren größtenteils schon langjährigen Orchesterspielern mit einem Glas „Sekt“ auf das 30jährige Jubiläum an. Sie stellte die Mitglieder persönlich vor und dankte ihnen für ihr großes Engagement in den Proben. Das begeisterte Publikum ließ das Orchester nicht ohne Zugabe von der Bühne.

© Katharina Nau

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