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Auf der Schwelle zum Profi – Konzert der Förderklasse am 21. März 2018


Die Förderklasse 2017/2018, v.l. Tina Baum, Denise Bieberstein, Johanna Krug, Helen Reheuser, Michaela Sauer, Maria Leyh, Marion Loos, Marion Bayer, Katharina Schweizer, Annika Baum, Rebekka Kestler, Amélie Drescher, Felix Graser, Sonja Lindner, Jonas Beckmann, Niklas Nüsslein (es fehlt Florian Rauch) (© Gentil)

Die Förderklasse 2017/2018, v.l. Tina Baum, Denise Bieberstein, Johanna Krug, Helen Reheuser, Michaela Sauer, Maria Leyh, Marion Loos, Marion Bayer, Katharina Schweizer, Annika Baum, Rebekka Kestler, Amélie Drescher, Felix Graser, Sonja Lindner, Jonas Beckmann, Niklas Nüsslein (es fehlt Florian Rauch) (© Gentil)

Unter dem Titel „Auf der Schwelle zum Profi“ gaben die Eleven der Förderklasse der Kreismusikschule Bamberg ihre musikalischen Visitenkarten ab. Die 17 Schüler der Studienvorbereitenden Abteilung, wie die Förderklasse im Fachjargon heißt, machen derzeit ziemlich genau 1% der gesamten Schülerzahl der Kreismusikschule aus. Neben dem Hauptfachunterricht und dem verpflichtenden Nebenfach, sind für diese Schülerinnen und Schüler auch jeweils eine wöchentliche Theoriestunde bei Franz Blaschko und Ensembleteilnahme verpflichtend.
Der künstlerisch-pädagogische Leiter der Kreismusikschule Josef Gentil konnte am vergangenen Mittwochabend vor vollem Saal im Haus für Kinder und Kultur die 17 Schülerinnen und Schüler der Förderklasse begrüßen. Derzeit dominieren dort die Bläser und stellen alleine 15 Instrumentalisten ergänzt von einer jungen Pianistin und einem Schlagzeuger.

Als routinierte Musikerin startete Annika Baum am Fagott das Konzert mit einer Sonate von Georg Philip Telemann. In Begleitung ihrer Querflötenlehrerin Susanne Schulze-Koops trug Katharina Schweizer an der Querflöte eine Sonate des barocken Komponisten Benedetto Marcello vor. Mit dem ersten Satz aus dem Klarinettenkonzert in Es-Dur von Karl Stamitz, einem Standardwerk für Klarinettisten, präsentierte Marion Loos ihren Beitrag. Jonas Alexander Beckmann brillierte mit dem Solo de Concert des spätromantischen Meisters Gabriel Pierné. Aus dessen Feder stammte auch das Capriccio für Oboe und Klavier. Frisch und aufgeweckt interpretiert von Tina Baum, der jüngsten Förderklassenschülerin. Mit reicher Agogik und spannender Tempogestaltung stellte Johanna Krug das in den Konzertsälen wenig bekannte Bariton vor. Thorvald Hansens großer Konzertwalzer war bestens geeignet um den weich fließenden Klang dieses Instruments zu zeigen. Michaela Sauer gelang mit dem 2. Satz aus Camille Saint-Saëns Klarinettensonate ein wunderbar mühelos und zugleich leggiero-flinkes Kunststückchen. Besonders erfrischend erklangen drei Variationen des lettischen Komponisten Balis Dwarionas dargeboten von Sonja Lindner am Fagott. Denise Bieberstein beherrschte die anspruchsvollen technischen Anforderungen der Toccata von Aram Chatschaturjan am Flügel mit spielender Leichtigkeit. Mit dem jüngsten Komponisten des Konzertabends, Ian Clarke Jahrgang 1964, hatten sich Marion Bayer und Maria Leyh ein effektvolles Werk für zwei Querflöten und Klavier herausgesucht. Beide zeigten sich den musikalischen und technischen Ansprüchen wie Bendings und Doppelzungentechnik gewachsen. Mit der Interpretation des weltweit bekannten Paradestücks für Marimba Ghanaia gelang dem Schlagzeuger Felix Graser ein dynamisch reiches Klangbild seines Instrumentes. Helen Reheuser am Altsaxophon verbreitete orientalisches Flair mit dem Danse Arabe von Descamps. Ein Muss für jeden angehenden Klarinettisten sind die Phantasiestücke op. 43 von Nils W. Gade. Dieser Herausforderung stellte sich Rebekka Kestler mit den Sätzen Andantino con moto und Allegro vivace. Zum Abschluss des Konzertes ging die musikalische Reise nach Neuseeland. James Ord Hume widmete dem See Wakatipu eine Komposition für Tuba und Klavier, die der junge Tubist Niklas Nüsslein mit mächtigem Ton darbot. Der künstlerisch-pädagogische Leiter Josef Gentil bedankte sich in seinen Schlußworten besonders bei der Korrepetitorin Beate Roux, die auf höchst professionelle Weise die jungen Künstler begleitete.

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